„Andorra“

In einem fiktiven Andorra lebt Andri, ein Judenkind, gerettet vor den „Schwarzen“, die dieses fromme Land permanent zu bedrohen scheinen. Obwohl er von klein auf in Andorra lebt, wie ein richtiger Andorraner fühlt sich Andri nicht. Für alle ist er immer nur „der Jud“. Außer für Barblin, seine Adoptivschwester. Seine große Liebe.

Als er und Barblin beschließen zu heiraten, nimmt das Unglück seinen Lauf. Ein lang gehütetes Familiengeheimnis tritt zu Tage, das alles auf den Kopf stellt. Die Angst der Andorraner vor dem Fremden nimmt immer weiter zu, bis sie in Andri den perfekten Sündenbock finden. Am Ende ist die Katastrophe nicht mehr aufzuhalten, und die Masken der Gutmenschlichkeit fallen endgültig …

Die Fiktion, die Max Frisch mit „Andorra“ entworfen hat, war bei seiner Uraufführung vor etwa 55 Jahren ein Paukenschlag und legte den Finger in eine der empfindlichsten Wunden der Nachkriegszeit. Aber auch unabhängig von seinem historischen Kontext hat das Stück nichts an seiner Gültigkeit verloren. Diese „andorranische“ Mischung aus Feigheit, Vorurteilen, Doppelmoral und Unwissen: Sehen wir sie heute nicht genauso? Nur mit anderen Protagonisten? Eine solche Mischung mag zwar keine Täter erzeugen, aber viele Schuldige. Die Frage ist: Ist man sich dieser Schuld bewusst? Und wenn ja: Wie lebt man mit ihr?

Der Eintritt ist frei!

Absatztrenner

Aufführungen

Freitag, 20. Januar 2017, 20.00 Uhr
Samstag, 21. Januar 2017, 20.00 Uhr
Sonntag, 22. Januar 2017, 17.00 Uhr

Im Saal der AMV Fridericiana, Glückstr. 3, 91054 Erlangen

Reservierungen unter Karten­+­+­amv.org oder unter 09131 22514

Absatztrenner

Mitwirkende

Andri Clemens Heim
Barblin Corinna Köhler
Der Lehrer Oliver Regn
Die Mutter Michelle Schreiber
Die Senora Anna Hahn
Die Pfarrerin Melanie Wolf
Die Soldaten Markus Abel, Maximilian Knupfer
Die Wirtin Ulrike Drechsler
Der Tischler Florian Huber
Die Gesellin Özlem Özel
Der Jemand Michelle Ahlers-Hesse
Die Doktorin Bettina Binder
   
Organisation Georg Seitz
Technik Dimiter Konowalow
Regieassistenz Lena Kern
Regie Daniel Rothenbücher