„Der stumme Diener“ & „Noch einen letzten“

Plakat zu den beiden Einaktern von Harold Pinter

Zwei Einakter von Harold Pinter

Inszenierung: Tobias Dehm. Aufführungen: 9. Januar (Samstag), 11. Januar (Montag) und 13. Januar (Mittwoch), jeweils 20.00 Uhr, Glückstraße 3

„Pinter hat in seinen Dramen den Abgrund unter dem alltäglichen Geschwätz freigelegt und ist in den geschlossenen Raum der Unterdrückung eingebrochen.“

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Der stumme Diener

Ben und Gus sitzen in einem Kellerraum. Ihr Job: Abwarten und Tee trinken, bis sie Anweisungen von ihrem Chef bekommen. Doch der lässt auf sich warten und könnte dennoch näher sein als Ben und Gus vermuten.
Mit: Alexander Brandl und Johann Pfeiffer

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Noch einen letzten

Nicolas unterhält sich gern bei einem Gläschen Whisky. Mit Menschen. Über sie. Über ihr Leben. Über sich, Gott und die Welt. Viktor, Gila und Nicky sind bei ihm zu Besuch. Nicht ganz freiwillig, versteht sich.
Mit: Christian Gronauer, Annika Aue, Philipp Ziegler + Special Guest

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In der Bildergalerie gibt es viele Bilder von den Aufführungen.

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Die Erlanger Nachrichten brachten am 13. Januar 2010 im Kulturteil folgende Kritik, wofür wir danken:

Auftragskiller und Folteropfer

„AMVi-Theater“ präsentiert zwei Einakter von Harold Pinter

Zwei Auftragskiller im Clinch miteinander und mit den merkwürdigen Umständen ihrer augenblicklichen Situation, ein smarter Folterknecht im leutselig-sardonischen Gespräch mit seinen malträtierten Opfern: Mit „Der stumme Diener“ und „Noch einen Letzten“ hat das „AMVi-Theater“, die Theatergruppe der AMV Fridericiana, im AMV-Saal in der Glückstraße 3 zwei Einakter von Harold Pinter präsentiert.

Die kleine Bühne im engen Saal eignet sich hervorragend für die Aufführung dieser engmaschig gestrickten Schauspiele, die auf die eine oder andere Weise drangsalierte Menschen in den Mittelpunkt stellen. Individuen in Bedrängnis, an Orten, von denen es kein Entrinnen gibt: Die beiden bewaffneten Männer warten in einem Kellerloch auf neue Befehle, doch die bestehen nur aus Essenswünschen, die via Speiseaufzug transportiert werden sollen. Die Nerven liegen schließlich blank. Unterdrückungsmechanismen in undurchschaubarer Realität – Regisseur Tobias Dehm macht daraus, ganz im Sinne Pinters, ein dramatisches Stück absurden Theaters.

„Noch einen Letzten“ besitzt dagegen den Betroffenheitsgestus aus Pinters politisch bewegter Periode, was es zwar brisanter, aber künstlerisch weniger bedeutsam macht. Aber auch hier: wirklich beeindruckende Leistungen der studentischen Amateur-Schauspieler (heute um 20 Uhr noch einmal zu erleben).

Manfred Koch, Erlanger Nachrichten

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