„Ein wahrer Held“

„Ein wahrer Held“

Eine ländliche Kneipe, irgendwo im rauhen, einsamen Westen Irlands, Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts.

Ein Ort, an dem nicht viel passiert, und wenn doch, dann ist es gleich weltbewegend, zumindest aus der Sicht der Dorfbewohner. So auch, als ein schüchterner und verdreckter Fremder auftaucht, der sich mit dem Geheimnis, ein großes Verbrechen begangen zu haben, umgibt. Der junge Mann gesteht den Dorfbewohnern seine Tat und ist erstaunt, daß ihn sein Geständnis zum Helden macht.

Er findet schnell Geschmack an der neuen Rolle, zumal die Wirtstochter eine recht ansprechende Partie ist. Auch die alleinstehende Witwe Quin zeigt großes Interesse an dem jungen Helden, der in seinem Leben noch nie mit soviel Glück gesegnet war.

Kompliziert wird die Lage erst, als ernsthafte Zweifel an der respekteinflößenden Tat aufkommen. Die Grenzen zwischen üppiger Phantasie und kärglicher Realität beginnen zu verwischen, und der Fremde sieht seinen erredeten Ruhm schwinden. Nun muß er völlig unvermutet der Wahrheit zur Wirklichkeit verhelfen, doch dieser Weg erweist sich als steiniger und gefährlicher als zuvor gedacht.

(nach http://www.theaterimbahnhof.com/mehrordner/wahrerheld.html)

Absatztrenner

Der Autor: John M. Synge

Geboren am 16. April 1871 in Dublin, studierte John Millington Synge 1889-92 am dortigen Trinity-College Sprachen, unter anderem auch Gälisch, mit dessen alter Literatur er sich ausgiebig beschäftigte. Parallel dazu war er an der Royal Irish Academy of Music für Kontrapunkt und Harmonielehre eingeschrieben.

Nach Reisen durch Mitteleuropa, unter anderem auch Deutschland, vertiefte er seine Sprach- und Literaturstudien 1895 an der Pariser Sorbonne. Sein Interesse an bretonischer Kultur wurde geweckt; erste Gedichte entstanden.

In Paris traf er 1896 auf William Butler Yeats, einen ebenso bedeutenden irischen Dramatiker, der ihm riet, auf die Aran-Inseln vor der Westküste Irlands zu fahren. Die dort gewonnenen Impressionen veranlaßten Synge, sich endgültig der Literatur, und nicht der Kunst, zu verschreiben.

1900 ließ er sich für immer in Irland nieder, wo er mit Yeats und Lady Gregory ab 1905 das Abbey Theatre in Dublin leitete.

Die Premiere des „Playboy“ fand dort am 26. Januar 1907 statt und geriet zum öffentlichen Skandal, während spätere Aufführungen in London und Oxford enthusiastisch gefeiert wurden. Neben dem „Playboy“ verfaßte Synge fünf weitere Theaterstücke sowie Gedichte und eine Autobiographie.

Er starb am 24. März 1909 in Dublin an Krebs.

(Quelle: Programmheft)

Absatztrenner

Die Aufführungen

… fanden am 15., 16. und 17. Februar 1993 jeweils um 20 s.t. auf dem Haus der AMV Fridericiana statt.

Christopher Mahon Frank Farnschläder
Der alte Mahon Kai S. Guenzel
Michael James Flaherty Heiko Knoll
Pegeen Mike Flaherty Sibylle Marschner
Witwe Quin Shadi Nouyan
Shawn Keogh Christian Wetzel
Philly Cullen Torsten Seeger
Jimmy Farrel Christian Paul
Sara Tansey Cariana Drews
Susan Brady Ute Kaufmann
Honor Blake Anja Emmert
Nelly McLaughlin Christiana Anagnostou
Männer aus dem Dorf Horst Gwinner
Christoph Merklein
   
Regie Karin Schreibeis
Souffleuse Matthes Egger
Probeninspizienz Miriam Schreibeis
Maske Silke Büsching
Bauten/Technik/
Licht/Ausstattung
Carsten Bokholt
Andreas Brostmeyer

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