„Drei Schwestern“

Plakat zum Theaterstück „Drei Schwestern“ Ankündigung des Stücks in den Erlanger Nachrichten vom 26.06.2015

In einer Zu­kunft: Die drei Schwes­tern Ol­ga, Ma­scha und Iri­na kom­men aus gu­tem Hau­se, sind ge­bil­det, welt­ge­wandt, spre­chen meh­re­re Spra­chen und fü­gen sich in die ge­sell­schaft­li­chen Ge­pflo­gen­hei­ten ein. Es fehlt ihnen an nichts. Je­doch seh­nen sie sich nach Ima­go, dem Ort ihrer glück­li­chen Kind­heit zu­rück, aus dem sie elf Jah­re zu­vor her­aus­ge­ris­sen wur­den. Der Va­ter, Ge­ne­ral Pro­so­row, wur­de da­mals in die schwe­ben­de Stadt Fal­la­cia vers­etzt, in der nichts Auf­re­gen­de­res pas­siert als der Aus­tausch von Klatsch und Tratsch beim Tee­kränz­chen. Sie haben sich ein­ge­rich­tet in die­ser ge­sell­schaft­li­chen Bla­se, be­kommen we­nig von der Außen­welt mit und ge­stal­ten ihren Tag mit Nichts­tun.

Als der Vater stirbt, seh­nen sie sich nach Ver­än­de­rung. Das ein­tö­ni­ge Le­ben in Fal­la­cia ist ihnen nicht mehr ge­nug. Auf den ers­ten Blick schei­nen die Er­war­tun­gen nicht hoch zu sein: Heim­kehr, Glück fin­den, Sinn­vol­les schaf­fen. Doch das eigent­li­che Pro­blem zeigt sich in der tief­grün­di­gen Le­thar­gie, in der die Fi­gu­ren ge­fan­gen sind: Sie träu­men viel, tun aber nichts. Sie ha­ben ver­lernt, zu han­deln und ihren Wün­schen Ta­ten fol­gen zu las­sen. Es droht ihnen die Ver­ein­sa­mung.

Träu­me­rei, Le­thar­gie, Ba­na­li­tät und Lan­ge­wei­le. Die Mo­ti­ve Tsche­chows las­sen sich über­tra­gen in eine Zeit, in der Fi­gu­ren den Bo­den­kon­takt ver­lie­ren und im luft­lee­ren Raum zu schwe­ben schei­nen. Doch wie schafft man es, sich von den Ba­na­li­tä­ten die­ser Welt los­zu­lö­sen und sich ein be­deu­ten­des Le­ben zu er­schaf­fen?

Absatztrenner

Premiere am 26.06.2015 um 20 Uhr
Weitere Termine: 28., 29. und 30. Juni um 20 Uhr
Im Saal der AMV Fridericiana, Glückstraße 3, Erlangen
Kar­ten­re­ser­vie­rung un­ter Karten ++ amv.org oder un­ter 09131 22514

Absatztrenner

Mitwirkende

Olag Melanie Wolf
Mascha Carolin Strobl
Irina Nina Köbler
Andrej Carsten Wündsch
Natascha Corinna Köhler
Werschinin Marten Wehrhahn
Tschebutykin Philipp Kämmerle
Kulygin Clemens Heim
   
Kostüm, Maske Cornelia Götschel
Bühne Linda Petersen, Lena Kern
Plakat Linda Petersen
Tonschnitt Julia Piecha
Dramaturgie Alexandra Witzsch
Assistenz Christin Schmidt
Regie Lena Kern