Schottersmühlwanderung 2012

Szene von der Wanderung. Bild von Peter H.; danke!

Hier er­fah­ren Sie All­ge­mei­nes zu den Schot­ters­mühl­wan­de­run­gen.

Für 2012 or­ga­ni­sier­ten Jan T. und Wer­ner Sch. eine „Nord­rou­te“. Die Re­ser­vie­rungs­lis­te wur­de be­reits im Ju­ni 2011 er­öffnet, noch be­vor im Sep­tem­ber 2011 der un­ge­fäh­re Ab­lauf fest­ge­legt wur­de. Seit De­zem­ber 2011 stan­den auch al­le Gast­sta­ti­onen fest.

Der „Extrabonustag“ ...

… war der 20. Juni 2012. Um 14 s.t. (Bahn: Nürn­berg 12:42 – Er­lan­gen 13:02 – Lich­ten­fels 13:58) ging es am Bahn­hof von Lich­ten­fels los. Es schloss sich ei­ne – ver­geb­li­che – Su­che­rei nach ei­ner an­spre­chen­den Wirt­schaft an, die am frü­hen Nach­mit­tag un­ter der Wo­che of­fen hat. Im­mer­hin hat Lich­ten­fels ei­nen schö­nen Orts­kern. An ei­nem un­spek­ta­ku­lä­ren Ein­kaufs­zen­trum gab es end­lich ei­ne Metz­ge­rei, die so­gar re­gi­o­na­les Bier führ­te. Das fol­gen­de und auch al­le an­de­ren Zi­ta­te auf die­ser Sei­te hat Bbr. Rein­hard St. auf­ge­zeich­net:

Jan: „Ich habe 4 mal U dabei. Für jeden Tag eine frische Unterhose.“
Horst: „Für jeden Tag?“

Dann führte uns der Weg nach Vierzehnheiligen: Eine schöne Aussicht und eine tief beeindruckende Kirche zur geistigen Erquickung, aber dann zog uns die Brauerei an. Und hielt uns fest. Sehr fest. Lange. Sehr lange. Und sehr fest. (In der Planung hatte es geheißen „kurze Einkehr“.)

Der weitere Weg führte über den „Alten Staffelberg“ (schon wieder eine schöne Aussicht) weiter nach Uetzing. Zunächst kehrten wir in der oberen Wirtschaft ein, wo wir sehr angenehm in einem Pavillon saßen. Dann ging's hinunter in den Gasthof zum Kutscher: Abendessen und -trinken, sitzen, reden, übernachten.

Der „Bonustag“

Ausgangspunkt am Donnerstag, dem 21. Juni 2012, um 9 s.t., war natürlich der Endpunkt des Vortags, Uetzing. Es ging gleich ordentlich rauf und wieder runter, so dass wir in Schwabthal schon einen ersten Durst aufgebaut hatten. Einen im Vorfeld erkundeten Weg fanden wir nicht mehr, erreichten schließlich aber doch Wattendorf mit seinen zwei Brauereien; in der Brauerei Hübner aßen wir zu Mittag, die Brauerei Dremel entfiel.

Nachmittags hatten wir weitere 10 km vor uns: Wir gingen durchs Schederndorfer Tal nach Schederndorf (sehr schöner Biergarten!) und weiter nach Würgau, wo bei der Brauerei Hartmann ursprünglich alle vorhandenen Zimmer für uns reserviert waren, dann aber teilweise an Stammgäste freigegeben wurden, so dass externe Zimmer dazugenommen werden mussten. Die Aktiven durften in der Gartenlaube übernachten. Das Hartmannsche Konzept (Brauerei, Fremdenzimmer, etwas gehobene Küche) scheint aufzugehen: Der Garten war trotz des Wochentages und der abgeschiedenen Lage voll.

Die „normale Wanderung“ – Freitag

Richard: „Wie viel Dioptrin hast Du?“
Reiner: „Ich habe heute noch nichts getrunken.“

Am Freitag, dem 22. Juni 2012, begann die Wanderung um 9 s.t. in Würgau. Weil der Aufstieg nach Kübelstein steil und keine Einkehr in der Nähe war, hatte Jan T. mit Hilfe einiger Aktiver eine Überraschung organisiert: ein Auto mit zwei Kästen Bier! Weiter ging's durch das Klingental in Richtung Königsfeld, vor Königsfeld rechts nach Huppendorf, in Huppendorf Mittagessen im Brauerei-Gasthof Grasser. Dort gibt es nicht nur hausgebrautes Bier, sondern auch selbstgebrannten Schnaps. Und die Schafkopfer bekommen aus Gründen der Wirtshaustraditionsförderung ein Bier umsonst. (Wir hätten aber auch so gespielt.)

Nach dem Mittagessen transportierte uns ein Bus nach Heckenhof, um die überlange Tagesetappe etwas abzukürzen. In Heckenhof tankten viele noch kurz bei der Kathibräu auf und gingen dann über Breitenlesau und den Stagersgraben nach Gutenbiegen und Waischenfeld weiter.

Der Bus hält am Kathi-Bräu.
Horst: „Ich trink da nichts. Da waren wir schon so oft.“

Die anderen gingen nach Zochenreuth, wo sie ein kaum bekanntes Wirtshaus mit Jugendstilelementen aufsuchten und Würste im Bauernladen kauften, ließen Breitenlesau rechts liegen und gingen nach Nankendorf. Der dortige Brauereigasthof hatte gerade ein paar Urlaubstage eingelegt, daher musste man auf die benachbarte Wirtschaft ausweichen. Auch bei dieser Variante führte der Fußweg links der Wiesent nach Waischenfeld. Dort war das Hotel „Zur Post“ unser Abend- und Nachtquartier. Die deutsche Fußballmannschaft gewann ein EM-Spiel.

Werner bei der Anmeldung im Dorfgasthof Waischenfeld:
„Wissen Sie, ich komm vom Land, ich kenn mich ned aus.“
Chris: „Katharina macht jetz bei so einer Sambagruppe mit.“
Jan: „Was? Die tanzt?“
Chris: „Trommelt.“

Die „normale Wanderung“ – Samstag

Spätestens am Samstag, dem 23. Juni 2012, befanden wir uns wieder auf wohlbekanntem Terrain. Die Wanderung begann in Waischenfeld und endete wie immer in Engelhardsberg. Traditionsgemäß ist der Rest jedem selbst überlassen. Der Organisator Werner Sch. hatte vorgeschlagen: 9 Uhr c.t. Abmarsch (wir haben Zeit), die Wiesent entlang zur Pulvermühle, dort Frühschoppen, weiter an der Wiesent bis Doos, dann Aufstieg nach Köttweinsdorf, Mittagessen im berühmten Biergarten, Abstieg zur Schottersmühle, Einkehr in derselben, Aufstieg nach Engelhardsberg.

Leider hatte die Pulvermühle wegen eines Krankheitsfalles geschlossen. Etliche behielten die Ruhe und folgten gemäß dem ursprünglichen Plan der Wiesent. Die meisten jedoch warf die unerwartet verschlossene Pulvermühle so sehr aus der Bahn, dass sie das Wiesenttal erschreckt verließen und erst auf Gut Schönhof bei der Einkehr ihr inneres Gleichgewicht wiederfanden. Hier zerfiel die auf unter 30 Mann geschrumpfte Gruppe weiter, als ein Teil das „Café Held“ (= Brauerei Held) in Oberailsfeld ansteuerte, während der Rest direkt über die Weiße Marter nach Köttweinsdorf ging. Und dort die besonnenen Wiesenttalwanderer vom Morgen wieder traf.

Sieger im Biergarten in Köttweinsdorf: „Letztes Mal, als wir hier waren, war eine Hochzeitsgesellschaft hier. Aber die Braut war so häßlich, da hätt ich fast den Bräutigam geküßt.“

In neu gemischten Gruppen ging es zur Schottersmühle hinunter, wo im Lauf der Zeit alle wieder zusammentrafen.

Sieger hat wegen eines Gichtanfalls ein Radler getrunken.
Beim Bezahlen sagt er: „Ich hatte ein … ähh … ein … ähh …“
Reiner: „Radler.“
Sieger: „Ja, genau. Das muß ich jetzt wohl wieder in meinen Wortschatz aufnehmen.“

Dann noch ein letzter sehr steiler Aufstieg, das deftige Abendessen bei Sebalds in Engelhardsberg, die diesmal recht gesittete Exkneipe, das große Feuer. Schee war's!

Nächstes Jahr …

2012 war es schwierig, Quartiere für soviele Leute für nur eine Übernachtung zu finden. Es wurden daher schon allerlei mehr oder weniger ernsthafte Überlegungen angestellt, vom Mieten eines Hotelbusses über die Nächtigung in einem Selbstversorgerhaus oder Rundwanderungen um ein einziges Quartier bis hin zur die Aufspaltung der Gruppe in zwei Teile. Vielleicht gibt es aber an der nächstjährigen Route wieder größere und weniger ausgebuchte Gasthäuser als 2012. Außerdem bleibt abzuwarten, wie sich die Reservierungsliste für 2013 füllt. Die erste Anmeldung kam jedenfalls schon elf Stunden nach dem Ende der 2012er Wanderung.

Horst G.