AMVi-Theater "Nana"

Nana
Nach einer Vorlage von Ai Yazawa

Premiere: Samstag, der 3. Juli 2010 um 19 Uhr
weitere Termine: Sonntag, der 4. Juli, und Montag, der 5. Juli, jeweils um 20 Uhr

Plakat 1 zu „Nana“
Plakat 2 zu „Nana“

Inhalt

„Weißt du, Nanni, unser Leben hängt von uns selbst ab, davon bin ich überzeugt.
Aber ich habe verstanden, dass nicht jeder so stark sein kann.“

Wenn sich im Zug nach Tokio zwei Mädchen begegnen, die beide Nana heißen und beide 20 Jahre alt sind, kann das noch ein Zufall sein. Wenn sich beide auf die selbe Wohnung in Tokio bewerben, ist es schon merkwürdig. Aber dass die Mädchen zusammenziehen und beste Freundinnen werden, das ist dann Schicksal …

Doch was passiert, wenn zwei unterschiedliche Frauen ihr Leben miteinander verbringen? Einerseits die taffe Nana, die mit ihrer Punkband groß rauskommen und sich vor ihrer Vergangenheit verstecken möchte, und andererseits Nana alias Nanni, die ihrem Freund nach Tokio hinterhergereist ist, weil sie die große Liebe sucht, aber nicht das bekommt, was sie sich immer erhofft hat …

Kann die Freundschaft zweier so unterschiedlicher Mädchen im Leben wirklich bestehen?

Absatztrenner

Es wirken mit:

Nana Melanie Wolf
Nana alias Nanni Miriam Schuppert
Shoji David Steeger
Junko Anna Al-Naseri
Maklerin Carolin Strobl
Yasu Simon Goebels
Nobu Thomas Renner
Nachbarin Carolin Strobl
Shin Julian Schuppe
Sachiko Jaqueline Grzeszik
Kellnerin Carolin Strobl
Satomi Carolin Strobl
Misato Felicitas Sieweck
Ren Alex Brandl
Leila Mareike Schulz
Bodyguard Carolin Strobl
Takumi Daniel Rothenbücher
   
Regie und Text Denise Huth
Dramaturgie Simon Goebels
Lichttechnik Tanja Hackenberg
Technikaufbau Tanja Hackenberg, Julian Schuppe
Souffleur Johann Pfeiffer
Theaterwart Simon Goebels

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Die Erlanger Nachrichten urteilten am 9. Juli 2010 im Kulturteil so:

Zwei Mädels im Stress

AMV Fridericiana setzte Manga-Story in Szene

Das musste ja mal kommen: Die Story eines Mangas, also eines japanischen Comics, als dramatisierte Handlung auf einer Theaterbühne. Naja. Das AMVitheater, die Theatergruppe der AMV Fridericiana, hat ein solches Unterfangen nun in Angriff genommen und mit „Nana“ ein Fortsetzungswerk der japanischen Zeichnerin Ai Yazawa im AMV-Verbindungshaus in der Glückstraße auf die Bühne gebracht.

Ein Manga ist keine Graphic Novel, sprich: Charakterentwürfe, Konfliktsituationen und Dramaturgie der Mangas werden im Vergleich zur „Buch“-Erzählung weitaus tiefer gehängt, obgleich auch die Mangas mit weitem erzählerischen Atem ausholen können – auch „Nana“ hat es bisher auf über 20 Bände geschafft. Aber das typische Seifenopern-Gepräge lang laufender Vorabend-Serien im TV, dessen sich auch die Mangas heftigst befleißigen, muss man mögen, um bei der Stange zu bleiben.

Formelhafte Künstlichkeit

Die AMV-Studenten machen dies ja auch ganz geschickt: Regisseurin Denise Huth, die zu ihrer Inszenierung auch die Textfassung erstellt hat, stellt zunächst ganz auf formelhaft-überdrehte Protagonisten-Künstlichkeit ab. Der Plot von den beiden höchst unterschiedlichen Mädels gleichen Namens (hier naives Blondchen, dort ruppige Punkerin), die in einer gemeinsam bewohnten WG in Tokio allerlei Stress mit Männern erleben, kommt genau so daher, wie es das Sujet gebietet: Holzschnittartige Klischee-Typen bewegen sich in einer permanenten Herz-Schmerz-Kiste, bloße Chargen tummeln sich in einer rudimentären Geschichte, wie einem Bravo-Fotoroman entsprungen. In kurzen, schnell gespielten Szenen werden im minimalistischen Bühnenbild schicksalhafte Begebenheiten skizziert, die ohne Umschweife ins Gefühlszentrum treffen sollen.

Im weiteren Verlauf ändert sich jedoch dieser „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“-Duktus nicht unwesentlich: Jetzt entsteht tatsächlich so etwas wie echte Dramatik, der Holzhammer wird zurückgefahren, die Momente werden eindringlicher. Die Akteure jedenfalls können beides – Pulp-Schmonzette und Frauen-Schicksal.

Ein Manga also. Aber wie gesagt: Man muss es mögen.

Manfred Koch, Erlanger Nachrichten vom 9. Juli 2010

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Sehr viele Fotos von den verschiedenen Aufführungen finden sich in unserem Online-Album.

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