"Bier, Krieg und Tabak" - Besuch in Zirndorf

Warum nach dem Krieg in Waldsteins Lager eine Brauerei entstand und wieso das Rauchen den Zirndorfern das Überleben sicherte

Am 10. Juli gibt es Geschichte zum Hinfahren – wir treffen uns in Zirndorf im Landkreis Fürth, um dort einiges zu besichtigen.

Treffpunkt ist in der Brauerei, Rote Straße 8, um 11.00 Uhr. Zunächst steht eine Brauereiführung an – das fröhliche Bier vom Land ist auch bei uns auf dem Haus eine gern getrunkene Marke. Die Brauerei entstand 1674 als Markgräfliche Brauerei und ist bis heute noch im Originalzustand erhalten. Nach der Besichtigungstour wollen wir dann auch dort ab 12 Uhr zu Mittag essen.

Markgrafensaal der Brauerei Zirndorf; Bild von Werner E.

Unser Bier könnt ihr haben, doch die Kirche bleibt im Dorf – so wirbt die Zirndorfer Brauerei für ihr Bier. Kein Wunder, denn die Kirche ist nicht nur mitten im Dorf, sondern auch direkt neben der Brauerei. Welche Geschichte sie beherbergt und welcher Zusammenhang mit dem Bier und dem Rauchen besteht, erfahren wir ab 13.30 Uhr in der St.-Rochus-Kirche von Herrn Kress.

St.-Rochus-Kirche Zirndorf; Bild von Werner E.

Danach verlassen wir den Ortskern und begeben uns in den Stadtwald. Im 30-jährigen Krieg wurde hier ein Stück Weltgeschichte geschrieben: am 3. September 1632 begann die Schlacht an der Alten Veste zwischen Gustav Adolf, der in Nürnberg lagerte, und Waldstein, der in Zirndorf sein Lager hatte. Das Gemetzel dauerte jedoch nur einen Tag, weil der einsetzende Regen ein weiteres Kämpfen unmöglich machte.

St.-Rochus-Kirche Zirndorf; Bild von Werner E.

Genaueres dazu erfahren wir ab 15.00 Uhr von Frau Venus vom Stadtmuseum. Wir besichtigen die Hauptschlachtfelder an der nachgebauten Schanze und am Vestner Turm. Wer dann noch Lust hat, kann den Aussichtsturm besteigen oder im Gasthaus beim Turm einkehren.

Werner E.