Das Handtuch auf der Spüle

13. Februar 2010

Liebe Bundesbrüder,

als ich heute mit euch die gestrige, schöne Kneipe aufräumte, fiel mir in unserer Küche ein Handtuch auf, das gleich neben dem Herd lag. Es mag zu einem späteren Zweck genutzt werden. Jedenfalls ist mir plötzlich durch dieses kleine, bunte Handtuch eine Inspiration ins Gehirn gefallen (die Isländer würden sagen [ und das bedeutet ins Gehirn fallen, also ungefähr wie das Stück Apfelkuchen des Julian]: það datt mér í hug). Früher, also in meiner mythologischen Zeit, als die Frauen noch mild, herzlich, liebe,-verständisvoll, im äußersten Maße erotisch und anregend waren und ich durchaus sagen konnte, sie zu kennen, – und zum Glück zeichnen sich wenigstens in meinem Kopf und – mit ein wenig Phantasie – auch in der Wirklichkeit ansatzweise Tendenzen dieser Art wieder ab – waren mir die Mädels immer Inspiration und ich hoffe, sie werden es wieder ( jedenfalls die eine, in Bezug auf die ich mich fühle wie der Leprakranke mit seinem Auge); nun aber muss ich gestehen, dass mich ein einfaches kleines Handtuch inspiriert hat, das dort still und friedlich auf Heidis blank gewienerter Küchenablagefläche rumhing. Hier der Erguss meiner Anregung:

Das Handtuch auf der Spülen

Auf uns’rer Spül’, da liegt ein Handtuch
es liegt dort schon seit Jahr und Tag
|: es soll dort liegen bis sich die ganze Welt
zum Untergang anschicken mag. : |

Auf uns’rer Spül’, da liegt ein Handtuch
so klein und feucht liegt es dort herum
|: manch einer ging vorbei und scherte sich dabei
den kleinen, feuchten Kericht drum.  : |

Auf uns’rer Spül’, da liegt ein Handtuch
und wird dort wohl in Rente geh’n
|: bei Nacht ging ich vorbei und hab nicht schlecht gestaunt:
da hab ich’s fröhlich zechen seh’n.  : |

Auf uns’rer Spül’, da liegt ein Handtuch
stirbt vor sich hin Tag aus, Tag ein
|: und suchet ihr sein Grab, geht an der Spül’ vorbei
ein Haufen Schimmel muss es sein.  : |

Auf uns’rer Spül’, da liegt ein Handtuch
harrt, dass es einer bald fort trag
|: es wird nicht eher von dort wegkommen
bis sich die Welt umdrehen mag.  : |

13.02. 2010

Also sprach Zarathustra…

27. Dezember 2009

…das Jahr 2009 endet. Das Wort zum neuen Jahr kommt von Nietzsches Zarathustra, der uns in dieser besinnlichen Zeit zum Nachdenken anregen kann:

<Ich gehe durch dies Volk und lasse manches Wort fallen: aber sie wissen weder zu nehmen noch zu behalten. Sie wundern sich, dass ich nicht kam, auf Lüste und Laster zu lästern; und wahrlich, ich kam auch nicht, dass ich vor Taschendieben warnte!

Sie wundern sich, dass ich nicht bereit bin, ihre Klugheit noch zu witzigen und zu spitzigen: als ob sie noch nicht genug der Klüglinge hätten, deren Stimme mir gleich Schieferstiften kritzelt!

Und wenn ich rufe: „Flucht allen feigen Teufeln in euch, die gerne winseln und Hände falten und anbeten möchten“ so rufen sie: „Zarathustra ist gottlos.“

Und sonderlich rufen es die Lehrer der Ergebung; aber gerade ihnen liebe ich’s in das Ohr zu schrein: Ja! Ich bin Zarathustra, der Gottlose!

Diese Lehrer der Ergebung! Überallhin wo es klein und krank und grindig ist, kriechen sie, gleich Läusen; und nur mein Ekel hindert mich sie zu knacken.

Wohlan! Dies ist meine Predigt für ihre Ohren: Ich bin Zarathustra, der Gottlose, der da spricht „wer ist gottloser denn ich, dass ich mich seiner Unterweisung freue?“

Ich bin Zarathustra, der Gottlose: wo finde ich meinesgleichen? Und alle die sind meinesgleichen, die sich selber ihren Willen geben und die Ergebung von sich abtun.

Ich bin Zarathustra, der Gottlose: ich koche mir noch jeden Zufall in meinem Topfe. Und erst, wenn er da gar gekocht ist, heiße ich ihn willkommen, als meine Speise.

Und wahrlich, mancher Zufall kam herrisch zu mir: aber herrischer noch sprach zu ihm mein Wille – da lag er schon bittend auf den Knien – bitten dass er Herberge finde und Herz bei mir, und schmeichlerisch zuredend: „sieh doch, o Zarathustra, wie nur Freund zum Freunde kommt!“

Doch was rede ich, wo niemand meine Ohren hat! Und so will ich es hinaus in alle Winde rufen: Ihr werdet immer kleiner, ihr kleinen Leute! Ihr bröckelt ab, ihr Behaglichen! Ihr geht mir noch zugrunde an euren vielen kleinen Tugenden, an eurem vielen kleinen Unterlassen, an eurer vielen kleinen Ergebung!

Zu viel schonend, zu viel nachgebend: so ist euer Erdreich! Aber dass ein Baum groß werde, dazu will er um harte Felsen harte Wurzeln schlagen!

Auch was ihr unterlasst, webt am Gewebe aller Menschen-Zukunft; auch euer Nichts ist ein Spinnennetz und eine Spinne, die von der Zukunft Blute lebt.

Und wenn ihr nehmt, so ist es wie stehlen, ihr kleinen Tugendhaften; aber noch unter Schelmen spricht die Ehre: „Man soll nur stehlen, wo man nicht rauben kann.“

„Es gibt sich – das ist auch eine Lehrer der Ergebung. Aber ich sage euch, ihr Behaglichen: es nimmt sich und wird immer mehr noch von euch nehmen!

Ach, dass ihr alles halbe Wollen von euch abtätet und entschlossen würdet zur Trägheit wie zur Tat!

Ach, dass ihr mein Wort verstündet: „Tut immerhin, was ihr wollt – aber seid erst solche die wollen können!“

„Liebt immerhin euren Nächsten gleich euch – aber seid mir erst solche, die sich selber lieben – mit der großen Liebe lieben, mit der großen Verachtung lieben!“

Also spricht Zarathustra der Gottlose – doch was rede ich, wo niemand meine Ohren hat! Es ist hier noch eine Stunde zu früh für mich.

Mein eigener Vorläufer bin ich unter diesem Volke, mein eigner Hahnen-Ruf durch dunkle Gassen.

Aber ihre Stunde kommt! Und es kommt auch die meine! Stündlich werden sie kleiner, ärmer, und fruchtbarer – armes Kraut! – armes Erdreich!

Und bald sollen sie mir dastehen wie dürres Gras und Steppe, und wahrlich! Ihrer selber müde – und mehr als nach Wasser, nach Feuer lechzend! O gesegnete Stunde des Blitzes! O Geheimnis vor Mittag! – Laufende Feuer will ich einst noch aus ihnen machen und Verkünder mit Flammenzungen:

Verkünden sollen sie einst noch mit Flammenzungen: Er kommt, er ist nahe, der große Mittag!>

Und was ist am Mittag? Da gibts Essen bei Heidi ;)

Allen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches Jahr 2010! tobix

Ex

26. Juli 2009

Ich lasse das Hauptthema von “Die Stunde des Siegers” ertönen und übergebe die x-Fackel an meinen lieben Bbr. Simon Goebels.

War ein schönes Semester, danke an alle, die es mit mir durchgestanden haben.

ThRex

SV-Theater(s)t(aff)age

21. Juli 2009

Einmal mehr beweist der SV seine beiden großen Talente: zu organisieren und Leute zusammenzuführen.

Vom 17. bis 19. Juli diesen Jahres fand ein Ereignis statt, dass den schönen Titel SV-Theatertage trug, die nach dem eher mäßigen Erfolg in Darmstadt im letzten Jahr heuer in die zweite Runde gingen. Die Bezeichung ist allerdings schon sehr zynisch, denn statt Tagen bot sich ein Tag. Ein voller Tag aber, immerhin.

Die SV-Theatertage auf die Beine zu stellen erscheint immer wieder ein Gewaltakt und zeugt nur einmal mehr davon, wie eng doch die ganzen SV-Bünde miteinander kooperieren, wie stark sich jeder einbringen will und wie sehr auf die Worte mancher Verbandsgeschwister verlass ist.

Nachdem nun also das scheinbar engagierte Kiel keine Bühne auftreiben konnte und Marburg (mal wieder) abgesprungen ist, kurzfristig, fand der Theatertag nun also auf dem Haus der Nordmark zu Hamburg statt. Bühnenteile wurden angemietet, damit wenigstens ein bisschen Theateratmosphäre aufkommen konnte. Und immerhin gab es einen Fluter um diese auch noch auszuleuchten.

Nichtsdestotrotz ließen sich die beiden verbliebenen aufführenden Bünde nicht unterkriegen, diese da die Frankfurter mit ihrer Version von “Die Schöne und das Tier”, sowie wir Erlanger mit dem seltsamen Paar waren, und spielten so gut es ging unsere bestmögliche Leistung aus. Was wir vermochten war das Publikum zu unterhalten. Schade nur, dass dieses Publikum aus ein paar Aktiven vor Ort (HH1 & HH2), sowie der jeweils anderen Theatergruppe bestand. Achja, und noch ein paar unserer Erlanger Bundesbrüder.

Bedauerlich ist das freilich, lief doch im Vorhinein überhaupt keine Öffentlichkeitsarbeit, da Pressewart und Vertreter wohl beide zu viel um die Ohren gehabt hätten. Diesmal kann man’s wohl auch nicht auf ein großes Volksfest gleich um die Ecke schieben. Naja, zumindest weiß ich aus sicherer Quelle, dass Plakate für das Wochenende immerhin in virtueller Form existiert haben.

Was bleibt also von diesem/n SV-Theatertag/en?

Ein voller Samstagnachmittag, denn abends wurde eine Caecilien-Philistrierungskneipe geschlagen, die Aufführungen reine Staffage, dafür aber unglaublich motiviert. Man mag es wie einen netten Film sehen, der halt nebenbei läuftm während man sich auf das Großereignis am Abend vorbereitet. Kochen und basteln und so, ne?

Nichts aber gegen die Herrschaften, die da waren. Man wurde freilich durchgehend gut behandelt, hatte schöne Gespräche und Amusement, hervorragendes Essen. Drumherum war viel geboten und die Gastgeber hätten wohl kaum bessere sein können. Aber ist es das? Reicht das? Kann es genügen das Brimborium drumherum auszuschmücken und das eigentliche Großereignis nebenher laufen zu lassen?

Und ist es gerechtfertigt auf der Kneipe wieder vom tollen harmonischen SV zu sprechen, der alles so großartig machen würde?

Ein SV, der es nicht einmal schafft die einzelnen Bünde zu seinen Veranstaltungen zu bringen, weder als Produzent noch als Rezipient?

Nun, stecken wir mal nicht den Sand in den Kopf und geben den SV-Theatertagen im nächsten Jahr noch eine Chance. Es heißt doch, aller guten Dinge wären drei?

ThRx

Tourneepferde

13. Juli 2009

Wenn einer eine Reise tut… dann ist zumeist das Theater schuld.

Es scheint in der AMV wohl Tradition zu werden, dass das Sommersemester neben eine großen Vorortproduktion (der Wiener Wald, wir erinnern uns) auch eine kleine Ensemblegruppe sich einem Tourneestück widmet. Alljährlich angespornt durch die großen SV-Theatertage nutzt das AMVi-Theater die Gelegenheit sein Können auch anderswo zu demonstrieren. Daniels und ich, das offizielle seltsame Paar der Glückstraße haben uns an diesem Wochenende auf den Weg in den Süden gemacht.

“Ein seltsames Paar” feierte am Samstag seine Premiere im Dachauer Ludwig-Thoma-Haus. Mir, dem werten Präside, der seine theatralen Wurzeln im bayrischen Lustspiel findet, war es eine Herzensangelegenheit in der alten Heimat zu demonstrieren, dass ich auch Komödie machen kann und dass man in Dachau, wie mein Großvater, Indendant der Volksbühne Dachau, jenes berüchtigten Präsiden-Wurzel-Vereins, es formulierte etwas zeigen kann, dass “ganz anderes Theater” ist. Was so natürlich gar nicht stimmt, denn der Urgedanke, die Leute zum Lachen zu bringen, war ja erfüllt.

War eine glorreiche Premiere, die der Tournee einen schönen Auftakt bescherte.

Wer aber glaubt, wir beließen es dabei, der dürfte seinen Augen nicht getraut haben, wenn er uns am nächsten Morgen in Allerherrgottsfrühe (für einen Studenten natürlich, also 10 Uhr) aufbrechen sah nach Marktoberdorf. Noch weiter in den Süden. Aber hier ist das AMVi-Theater ja schon populär, nachdem es im vergangenen Jahr hier schon mit Woyzeck glänzen konnte. Zwar spielten wir vor wenigen Leuten, aber diese hatten es in sich.

Und so geht die Tout weiter und die SVer dürfen sich auf Hamburg freuen und die Erlanger auf Erlangen. Naja. Ähm… ich geh ins Bett, aber vorher schrubbe ich noch die Töpfe und wasch mir die Haare (Vorsicht, Insider!)

Pommfrittmeister, einmal Pommes mit Majo, Ma-jo! (Noch ein Insider, jetzt reichts aber!)

ThRX

Schmutzige Angelegenheiten

20. Juni 2009

Dass es bei uns manchmal dreckig zugeht, liegt natürlich am Männerbund.

Manchmal ist die Wurzel des Übels aber auch die Stadt selbst, die uns mit Kanalausbesserungen belästigt. Soll heißen: Dienstag und Mittwoch darf kein Abwasser produziert werden.

Herrlich! Endlich einmal Mann sein: nicht duschen, nicht abwaschen und zum Kochen raus in den Garten und über offenem Lagerfeuer. Nur wie man das mit den Resultaten dieses männlichen Essens macht, ist noch immer eine Frage. Aber ist ja im Endeffekt auch recht männlich: nicht runterspülen!

ThRx

Was bleibt ist ein (seltsames) Paar

17. Juni 2009

Und wie die jüngste Vergangenheit erneut beweist, kann man sich auf niemanden verlassen, außer auf Erlangen. Sichere Zusagen gelten anscheinend im SV mehr als nichts. Aber lernen wir daraus? Nicht wirklich.

Der erneute Dolchstoß unserer Namensvetter aus Marburg, die den SV-Theatertagen nach fester Zusage auf ein Neues richtig schön kurzfristig den Rücken kehren, beweisen das nur einmal mehr.

Aber naja, wir werden in Hamburg trotzdem Spaß haben und zusammen mit den Waltharen die Bude rocken.

Einmal mehr möchte ich aber unseren lieben amtierenden SV-Präsiden zitieren, der sagte, Erlangen sei der zuverlässigste Bund im Verband. Und um hinterher auch noch ein Scrubs-Zitat anzubringen: “Stop telling me things I already know, Turk!”

ThRx

Was man beim Aufräumen so findet…

16. Juni 2009

…zum Beispiel auch alte Aufzeichnungen eines Theaterprobenwochenendes. In diesem Fall ging es meines Wissens nach nach Burg Feuerstein, um für die drei Einakter von Brecht zu proben. Also schon ein bischen her ;)

Hier einige Orginalzeilen meines Tagebuchs zu diesem WE, vielleicht ist beim ein oder anderen ja ein deja vu oder eine Erinnerung vorhanden :)

Freitag

18 Uhr – Ankunft, Schlüsselausgabe

18:07: Das Handy klingelt. Unsre Damen haben sich im Zimmer EINgesperrt und kommen nicht mehr aus ihrem Zimmer. (Wie auch immer so etwas geht…?!). Wir holen sie da raus. Sind ja nicht so.

18:40: Bier kaufen (Raubritter hieß das und ist durchaus zu empfehlen !)

18:42: Im Speisesaal ernten wir böse Blicke, weil wir mit Bierkasten einmarschieren.

Im weiteren Verlauf des Abends wurden 12 Raubritter besiegt und auch die großen Dalmutis konnten ihre Position kaum einmal verteidigen.

Samstag:

6:43: Die Sonne schreit… äh …scheint durchs Fenster. Verdammt.

8:00: Der Wecker klingelt…snooze.

8:06: Der Wecker klingelt…snooze. Alter lass mich pennen.

8:30: Aus dem Bett fallen. Der (K)leine Johannes sucht vergebens sein Handtuch. Goethes Wortgewandheit bringt ihn dazu sich eins auszuleihen. Auf zum Frühstück.

9:03: auch Thomas (Anm.d.R. Thomas D.) kommt zum Frühstück unter seiner Decke hervorgekrochen unter die ihn Torsten gescheucht hat, weil er ihn fotografieren wollte.

Senf zum Frühstück ist der Renner. Widerlich. Der Burgbrunnen wurde mittels einer Banane modifiziert. Es war nicht einmal jemand von uns. Wir sind scheinbar nicht die einzigen Bekloppten hier. Das tröstet ungemein. Unsere Burgfräulein sind da wo sie hingehören: Im Burgturm hinter Eisenstangen. Sie hu-huen mitleidserregend zu uns herunter. Sie brauchen wohl schon wieder unsere Hilfe. Aber um der an uns vorbeiziehenden Debattiergruppe von Mitvierzigern zu huldigen diskutieren auch wir die Lage erst einmal gründlich durch.

Die Proben wurden dann von einer Endlospolonese eines Seniorenheimausflugs, der sich durch permanentes Wiederholen einer einzigen Liedzeile im Raum unter uns in Trance trällerte und sich dabei noch kräftig mit Applaus bedachte, gestört. Gegen Abend kam ein Gewitter auf. Ein Gewitter. Ob das noch ein Gewitter war ? Der Wind, Regen und Blitzeinschläge rund um die Burg sorgten dafür, dass es einen etwa einstündigen Stromausfall, umherrennendes Herbergspersonal und erschwertes Treppensteigen im Wohnturm (ohne Licht isses verdammt dunkel in so nem Turm !) zu überstehen gab.

Abends haben wir uns dann mit Klopapier am Kopf und Namen druff inklusive Ratespielchen dazu die Zeit vertrieben.

Sonntag:

Es sind keine Aufzeichnungen vorhanden…wie das wohl kam. *hust*

Over and Out

Der Fischer

Wenn aus wenig manchmal viel wird

15. Juni 2009

“Bleiben wir hier, ansonsten treffen wir noch auf irgendwelche Buxen.”

Es ist immer wieder schön zu sehen, wie die AMV und ihre Prinzipien bei anderen Korporierten angenommen wird. Am Freitag durften wir das einigen CV-Studenten aus Aachen und Halle-Clausthal beweisen. Mit Leichtigkeit.

Und dabei sah der Abend gar nicht so aus als würde Großartiges passieren. Eine kleine Fuxenkneipe war angekündigt, eine kleine Corona war anwesend. Ein Schande schon, dass sich unsere vier neuen Mitglieder so ins Zeug gelegt haben, um einen Abend voller Spaß, Lied und solchem zu präsentieren und es waren lediglich drei Aktive und ebensoviele Alte Herren anwesend. Kein Zustand. Immerhin spricht es ja für sich, wenn der temporäre Aktivenpräside Julian Häußler während des Eröffnungscantus jedes Mitglied der Corona einzeln begrüßen kann. Das wird auch unvergessen bleiben. Die Frage aller Fragen war natürlich: was macht man zu zehnt mit einem angestochenen 30-Liter-Fass?

Die Lösung des Problems fand sich im Inoffiz, das sich Walther Geuder unter den Nagel gerissen hat. Ein kurzer Abriss sollte es werden, ein bisschen Geträller vielleicht ein paar Bierstrafen und -mimiken und dann kam alles anders und artete aus in eine mehr als zweistündige Party.

Gerade als mein lieber Bundesbruder und Zimmernachbar Daniel Rothenbücher und ich uns auf unsere Wechselpauke vorbereiteten, die die Frage erörterte, ob Daniel denn tatsächlich für den schiefen Gesang auf der Kneipe verantwortlich wäre oder nicht, wobei er selbst natürlich die Pro-Position bestritt, klingelte es in einem Elan, der nicht den Posaunen von Jericho gleichen sollte, sondern einem erlösenden Engelsgesang, an der Tür und eingangs erwähnte CVer erbaten Einlass in unseren bescheidenen Saal. Das noch ungelöste Bierproblem im Hinterkopf luden wir sie in unserer unendlichen Gastfreundschaft natürlich dazu ein sich einzupauken. Und aus einem schnell Coleurbier wurde dann pfeilgrad ein leeres Fass und ein langer lustiger Abend. Anfangs erwähntes Zitat ertönte dann als ein oder zwei Farbenbrüder Anstalten machten, weiterziehen zu wollen, was natürlich sofort abgeschmettert wurde.

Stattdessen bekamen die CVer Einblick in unser Kneipwesen. Eine Wechselpauke war ihnen gänzlich unbekannt, ebenso wie die ein oder andere Variation unserer Kneiplieder. (Ein Siedelmann war sehr erfreut!) Ebensolches erfuhren wir dann auch und für Eingeweihte, derer da ja nicht viele waren in unserer bescheidenen Fuxenkneipe, stimme ich gerne an: “Aiaiaiai, Straßenschlacht in Aachen…” und nicht zu vergessen: “Student sein wie in Strophe eins…”

Was ist das Fazit des Abends?

Manches wird erstaunlich gut, auch wenn man nicht mehr damit rechnet. Eine Kneipe, die bei der Fridericiana so erstmal ihresgleichen suchen muss. (Was ist schon die Knollfuxphilistrierung?)

Unsere Fuxen haben hoffentlich viel gelernt in dieser Feuertaufe.

Und last but not least: Ab nächstem Semester gibts jede Woche eine Stunde Staffetentraining für die Aktivitas.

ThRx

Erkenntnisse

9. Juni 2009

Gemächlich plätschert das Semester nun vor sich hin. Erstaunlich, dass es auch eine angenehme Aufgabe sein kann Präside zu sein. Was so ein Stiftungsfest nicht alles verfälscht…

Aber jetzt ist es Zeit das Kapitel auch endlich mal zu schließen.

Zurücklehnen und entspannen, sonnestrahlenden Herzens im Regen.

ThRx